Fehler des Sozialismus in der DDR
- Nichtbeachtung der im Volk gewachsenen Traditionen und Mentalitäten, Bindungen, Handlungs- und Verhaltensweisen
- Übertragungn der politischen und gesellschaftlichen Praxis der Sowjetunion auf Deutschland, obwohl hier ganz andere Bedingungen herrschten
- Verunglimpfung von Konservatismus und Bürgertum
- Einrichtung der sozialistischen Gesellschaftsordnung mit Zwang stat mit Diplomatie und geschickter Propaganda
- Fehlen jeglichen volksdemokratischen Elements auf Entscheidungsebene (Volksbegehren, Volksinitiative etc.)
- übergroße Zentralisierung, damit einhergehende Mißachtung der Eigeninitiative
- Unterordnung aller politischen und gesellschaftlichen Fragen unter die Parteidoktrin („Die Partei hat immer recht!“)
- Mangelnde Kritikfähigkeit der Partei- und Staatsührung
- Verweigerung, den Sozialismus realen Gegebenheiten anzupassen, Verweigerung von Reformen
- Unehrlichkeit gegenüber dem Volk hinsichtlich des erreichbaren Konsumstandards – damit Verschenken der Chance, das Volk aufgrund eines Zusammengehörigkeitsgefühls zu regieren, das seine „Einmauerung“ überflüssig gemacht hätte
- Fehler in der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Zusammenarbeit mit den anderen sozialistischen, aber auch kapitalistischen Staaten
- „Sich-in-die-Tasche-Lügen“ bei Fragen der Planerfüllung – wichtigster Grund des Zusammenbruchs und Untergangs der DDR
- zu große und unnötige Angst vor dem Westen einerseits und der UdSSR andererseits
- „Das Auge siegt mit!“ – zu wenig Beachtung der Konzeption eines „Sozialismus mit attraktivem Antlitz!“
- Unfähigkeit, das Volk gefühlsmäßig in den Staat einzubinden
Kategorien:Gesellschaft, Kultur, Politik
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