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Unheilbar deutsch

Dezember 7, 2009 dsnation Kommentieren

Der nachfolgende Bericht stammt  aus der Sammlung „Unheilbar deutsch“ des Journalisten Peter Sichrovsky. Er interviewte, eher liberal bis linksgerichtet, zu Aufklärungszwecken Deutsche unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Gegenden des Landes, die alle mehr oder weniger „rechte“ Ansichten äußerten.

Spätestens bei diesem Interview dürfte auch er ins Nachdenken gekommen sein.

Bewohnerin, 62, Gründerin eines Hauskomitees

Es ist so, daß dieses Haus zugrunde geht. Wir sind nur noch wenige, die nicht aus der Türkei oder Rumänien oder Polen sind. Die ersten zwei Stockwerke und die Keller sind ganz in den Händen von denen. Im dritten und vierten Stock leben noch wir.
Angefangen hat es vor vielleicht fünf Jahren. Da hat die Hausverwaltung die Keller als Lagerräume für das türkische Lebensmittelgeschäft vorne an der Straße vermietet.
Aus den Lagerräumen sind Wohnungen geworden, aus den Wohnungen Lagerräume, aus dem Kinderspielplatz eine Autowerkstatt und aus der Sandkiste ein Grillplatz. Unser Haus wurde zu einem Klein-Istanbul, und niemand kann sich vorstellen, was wir durchgemacht haben. Wir, damit meine ich die wenigen Deutschen, die noch hier sind. …
Sie werden jetzt sicherlich sagen, wieder so eine, die gegen die Ausländer ist. Aber ich war nicht immer so.
Ich leben hier seit Jahren mit Ausländern. Meinen Kaffee trink’ ich beim Italiener, das Gemüse kauf’ ich beim ‘Griechen, und das Fleisch hol’ ich von einem türkischen Laden. Ich eß’ doch so gerne Lammfleisch.
Aber niemand, niemand kann sich vorstellen, was hier in dem Haus heute los ist.
Wenn ich im Fernsehen die großen Künstler sehe, die uns alle ermahnen, wir sollten doch nett zu den Fremden sein, und uns als alte Nazis beschimpfen, wenn wir gegen sie sind, dann denk ich mir immer, einmal sollte er herkommen, zu mir her und hier eine Woche wohnen. Ich tausch’ mit ihm, zieh’ in seine Villa und sag’ auch die klugen Sätze in den Fernsehshows. Er darf hier bleiben, so lange er will. Wenn er dann immer noch so viel Verständnis für die Fremden hat, zieh ich meinen Hut vor ihm. Mir hat noch niemand erklärt, warum sie hier leben müssen. Mir haben sie immer nur erklärt, daß ich sie so akzeptieren muß, wie sie sind! weil ich sonst eine Rassistin bin.
Einer von denen, die immer so verständnisvoll sind, hat in einer anderen Sendung einmal gesagt, … daß er nur Seidenunterwäsche trägt. Und daß er seine letzte Scheidung immer wieder versäumt hat, weil er bis Mittag geschlafen hat, und dann waren die Behörden nicht mehr geöffnet. Ich hab’ ihn dann später bei so einer Lichterkette gesehen, hat die großen Worte gesagt!
Und so einer will mir erklären, daß ich eine alte Nazi-Sau bin? Weil ich es hier nicht mehr ertrage? Der will mir sagen, ich soll die alle gern haben, die mir mein Haus zuscheißen? Einmal möcht ich den persönlich treffen und in mein Haus hier einsperren, wenn er es eine Woche aushält, arbeite ich ein Jahr lang umsonst als seine Putzfrau!

Hier wohnt eine junge Lehrerin, alleine mit ihrem Sohn. … Die hat was mitgemacht! Sie war am längsten auf seiten der Fremden, hat sie immer verteidigt, hat mich immer kritisiert, mich als eine Rechtsextreme bezeichnet. Bis eines Tages ihr Postkasten unten aufgebrochen war und all die Briefe auf dem Boden lagen, aufgerissen. Sie war zwei Wochen auf Urlaub, und als sie zurückgekommen ist, stand sie vor dem Briefkasten und hat geweint. Die ganzen Briefe lagen auf dem Boden, völlig verdreckt, sie sind einfach alle drübergestiegen.
Die Frau … hat einen der Türken gefragt, ob er wüßte, wer das getan hat. Ganz freundlich war sie, sie hat ja immer so nett gesprochen. Wissen Sie, was der ihr geantwortet hat? Ich nichts wissen, du Schlampe! Und dann hat er gelacht. Die Frau … ist ausgerastet, die hat durchgedreht. Ist ihm nach und hat ihn angebrüllt. Der hat sich umgedreht und stieß sie mit der Hand von sich weg, so daß sie nach hinten fiel.
Es ist ihr nichts geschehen, aber der Kleine neben ihr hat geweint vor Schreck. Sie saß auf dem Boden, und die Türken unten haben gelacht.
Dann war es vorbei mit dem großen Verständnis bei der Frau … . Sie ist täglich zur Polizei gelaufen mit neuen Anzeigen, hat ihren Anwalt eingeschaltet, hat Briefe an die Hausverwaltung geschrieben. Alles völlig nutzlos. Jetzt muß sie jeden Tag das Fahrrad ihres Sohnes vier Stockwerke hinaufschleppen. Es war immer gleich weg, auch wenn es angekettet war.

Jeder hat Angst hier. Man hört Schreie in der Nacht., die prügeln sich, schlagen ihre Frauen, ihre Kinder. Wenn es dunkel ist, geht keiner mehr vor die Tür. Man muß ja durch den Hof, wenn man nach Hause kommt. Und durch diesen Hof möchte ich nicht gehen, wenn kein Tageslicht mehr ist.

Früher, wie noch wenige Türken hier gewohnt haben hat [der Schuster, der hier wohnt] ihnen immer die Schuhe gebracht, die liegenblieben, die keiner abgeholt hat. Aber jetzt ist nurmehr Haß da. … Ich glaub, es ist vor allem, weil ein anderer Schuster, ein Russe, glaub ich, ihm sein Geschäft ziemlich kaputtgemacht hat. Der hat in der gleichen Straße einen Laden aufgemacht und war viel billiger.

[Im zweiten Stock] regieren die Türken., und kein Polizist hat den Mut, hier einzugreifen. …
Hören Sie! Jetzt brüllt der eine, gleich wird seine Frau weinen. Er schlägt sie wie einen Hund! Jede Woche geht sie zum Arzt, seine Frau. Hält sich den Bauch oder hat ein geschwollenes Auge. Der Mann ist wie ein Tier! …
Ich hab mich einmal eingemischt, als ich das Weinen der Frau gehört habe. …Wie der mich beschimpft hat, will ich gar nicht wiederholen. Aber das Schlimmste war, daß dann noch seine Frau von hinten kam, die, die er verprügelt hatte, und auch die ist gegen mich losgegangen. Alte Hure! Haben sie geschrien, und lauter solche Sachen. Nie wieder werde ich mich einmischen!
Und der Mist vor der Tür! Sehen Sie doch! Hier stehen immer die Plastiktüten! Es ist schrecklich. Das ganze Treppenhaus stinkt wie eine Toilette! Da liegt der Abfall der letzten Tage! Verfaultes Gemüse, alte Milchpackungen, in denen noch Milchreste sind, Knochen liegen da herum! Die sind zu faul, das alles in die Mülltonnen zu werfen!

hier im ersten Stock wohnen die, die sich keine eigenen Wohnungen leisten können. Einer ist der Mieter und zahlt auch jeden Monat, aber er vermietet jedes einzelne Zimmer weiter. …
Sehen Sie! Sogar auf dem Gang Matratzen. … Der hat also bis zu 30 Personen in dieser Wohnung, in der ich alleine lebe. Wen wundert es, daß alles überquillt, alles im Dreck erstickt und die Toiletten ständig verstopft sind. Die Kinder pinkeln ins Treppenhaus. Die Männer erbrechen sich, wenn sie zuviel gesoffen haben, den Müll stellen sie vor die Tür, Tag und Nacht brüllt ein Kassettenrecorder.

Das war mal die Wohnung von einem Schriftsteller. … Aber wer ist nach ihm hier eingezogen? Eine Gruppe von türkischen Männern, die hier leben als wäre es St. Pauli. Sie trinken, schreien, schlagen sich, bringen ihre Frauen vom Türkenstrich und verprügeln auch die. Ein Horror! Ich kann sie alle nicht mehr sehen. Ich will nur noch, daß sie verschwinden. Und wenn es die rechteste oder linkeste Partei ist, solange sie nur die Ausländer hinausschmeißen, hier mal Ordnung machen, haben sie meine Unterstützung.

So, hier, das war einmal der Kohlenkeller. Später hat ihn das Gemüsegeschäft als Lager verwendet. Und jetzt ist es ein Massenquartier. Da unten schlafen oft zehn oder zwanzig Menschen. Frauen, Kinder, alte Männer, Kranke, Schwangere, das ist Sodom und Gomorrha. Da unten leben die Rumänen, alles Illegale. Die haben von den Türken den Keller gemietet.
Die haben weder Toiletten, noch Badezimmer. Sie machen ihre Geschäfte in normale Eimer, die sie dann in die Mülltonne leeren. Waschen können sie sich auch nur in den Wohnungen oben im ersten Stock oder ausch aus einem Eimer.

Darf ich jetzt nicht meine paar Jahre, die ich hier noch herumlaufe, wie ein Mensch leben? … Ständig werde ich angemacht von den Typen unten. Jugendliche schlagen mir die Handtasche runter, nehmen mir sogar die volle Einkaufstüte weg, wenn ich vom Laden komme. Beschimpfen mich mit den schrecklichsten Wörtern, die man sich vorstellen kann. Können kaum deutsch, aber werfen einem Wörter wie Hure, alte Schlampe, Drecksau, Schwein an den Kopf.

Hier sieht es aus wie in den Fernsehfilmen, wenn sie von den Elendsquartieren in der Dritten Welt berichten. Wozu kommen diese Menschen hierher?
Keiner kann mir erzählen, dass sie es nicht besser hatten in ihrer Heimat.

Dort drüben, wo die zwei Bänke stehen, dort saß ich oft mit meinem Mann. …
Und heute? Unmöglich. Wenn sich eine von uns hierher setzt, kommen die kleinen Türken und sagen, verpiß dich, Omi, das ist unsere Bank. So reden die mit uns. So viel Deutsch können sie! Ist das überhaupt noch unser Haus, unser Land?

Da drüben im Seitentrakt, im ersten Stock lebte ein Arzt mit seiner Frau. … Er ist längst tot, und in seiner Wohnung lebt eine plnische Familie. Die sind nicht so schlimm wie die anderen. Nur am Samstag kommen oft zehn oder zwanzig Freunde von ihnen, und dann saufen sie ihren Wodka bis in die Morgenstunden. Da gab es schon oft Prügeleien mit den Rumänen aus dem Keller. Die können sich nicht leiden. Im Sommer, am Sonntagmorgen, sieht man sie dann im Hof liegen, betrunken vom Vortag. Und überall haben sie hingekotzt. Das ist aus unserem Hof geworden!

Aber sehen Sie sich um – kann man da nicht die Nerven verlieren? Die Sandkiste! Das war einmal ein Spielplatz, bis sie angefangen haben, dort ihre Motoren zu reparieren. Hereinfahren können sie nicht in den Hof. Sie bauen die Motoren aus und tragen sie wieder zurück.
Am liebsten arbeiten sie in der Sandkiste, weil dort das ganze Öl einfach versickert. Schwarz ist der Sand jetzt, schwarz und voller Öl, schmutzig, widerlich das Ganze.

Das Haus geht langsam zugrunde. Im Vorderhaus, wo in den großen Wohnungen früher wohlhabende Familien lebten, zogen Wohngemeinschaften mit Studenten ein. Im Hinterhof dominieren die Türken. Der Strom wird manchmal abgeschaltet, weil die Türken die Leitungen anzapfen, immer wieder riecht es nach Gas, weil sie die Rohre selbst verlegen. Der Müll wird oft nicht geholt, weil so viel neben den Tonnen liegt, daß die Müllabfuhr nicht in den hinteren Hof kommen will und das Haus einfach ausläßt.
Am besten ist es noch im Winter. Da bleiben sie in ihren Löchern und Höhlen. Kein Grillabend im Hof und keine Lautsprecher dröhnen aus den offenen Fenstern. Auch das Treppenhaus und der hintere Hof stinken nicht so, wenn es kalt ist.
Letzte Woche ist eine Familie aus dem dritten Stock im rechten Hinterhof ausgezogen. Die hatten vier kleine Kinder. Die Frau hielt es nicht mehr aus. Sie war jung und schön, vielleicht dreißig Jahre alt. Jeden Tag hat sie einer von den Türken angemacht, jeden Tag. Daß sie vier Kinder hatte, hat die nicht gestört. Jetzt sind sie weg und mit ihnen die letzte junge deutsch Familie. Wenn dort jetzt die nächsten Ausländer einziehen, ist es vorbei. Bis jetzt hab ich nur dunkle Gestalten gesehen, die zur Besichtigung da waren.
Wer will denn hier noch wohnen? Ich versteh ja so eine normale deutsche Familie, was will sie hier bei uns? Wenn dort die Türken hineinkommen, dann gehe ich. Dann zieh’ ich zu meiner Tochter oder gleich ins Altersheim. Wenn es mit meinem Haus zu Ende geht, dann hab ich auch nicht mehr lange.

Der Eisvogel I

Dezember 7, 2009 dsnation Kommentieren

Der Eisvogel I

Nachfolgend einige Ausschnitte aus dem „Eisvogel“ von Uwe Tellkamp. Anschließende Desillusionierung nicht ausgeschlossen.

Das eben ist das Neue und wirklich Radikale an unserem Ansatz: daß wir das Alte, das nur noch hemmt, das Leben in Erstarrung hat geraten lassen, vernichten wollen, um dem Neuen Licht und Luft zu schaffen … Die Bienen verlassen freiwillig den Bau, den sie zur höchstmöglichen Kunstfertigkeit getrieben haben; der Bau, unser Bau, ist das alte Europa mit seinen Schätzen, die aber kein Leben mehr zeugen, sondern das entstehende Leben wie ein kümmerliches Pflänzchen verdorren lassen, ein Bau, dessen Leben sich in Sterben verkehrt hat, und das Problem ist, daß den Menschen, die ihn bewohnen, die Einsicht in die Notwendigkeit fehlt, es zu tun wie die Bienen und den Bau freiwillig aufzugeben; niemand tut etwas freiwillig, wenn ich etwas gelernt habe in meinem Leben, so ist es dies: daß der einzig wirklich wirksame Antrieb des menschlichen Handelns der Zwang  ist, der existentielle Zwang, sich zu verändern oder zugrunde zu gehen.

Geld ist einer der Hebel, über den man diesen Zwang einschalten kann, ein anderer ist die Furcht, die Angst, der Geschlechtstrieb, einer ist … Liebe …

Es ging ja eine Zeitlang aufwärts nach der Wende; aber jetzt geht es nicht mehr gut, die blühenden Landschaften sind ausgeblieben, die Zeiten ändern sich … Wach auf, es gibt keine Windstille mehr, die Winde haben sich schon erhoben, bald wird es Sturm geben, die Dämonen sind wieder erwacht, die lange schliefen, gefroren im Eis des Kalten Krieges, sie sind erwacht und kommen zurück, das ist es, was die Leute spüren, deshalb klammern sie sich an das, was sie haben, was ihnen vertraut und sicher ist; aber ist es sicher?

Glaubst du, einer von denen kümmert sich um dich? Glaubst du, ein Maurer interessiert sich für Philosophie? Ein Fliesenleger? Spül sie endlich die Toilette hinunter, die Illusionen vom aufgeklärten Arbeiter und den edlen sogenannten einfachen Menschen; die Proleten wollen Arbeit, Autos, ‘nen gefüllten Kühlschrank und ab und zu ‘ne flotte Mutti vögeln. Und jedes Jahr nach Mallorca in den Urlaub fahren. Schau sie dir doch an, und laß mal die Romantik beiseite: Ist denen wichtig, was dir wichtig ist? Hören die Mozart und Bach, oder hören sie die Charts rauf und runter? Lesen sie Gedichte, Homer und Dante, oder die Scheiße in den Bonbon-Covers, die ihnen im Frühjahr und im Herbst in die Fresse gestopft wird? Wenn sie überhaupt lesen. Wofür interessieren die sich, für Barockarchitektur und die Feinheiten scholastischer Textinterpretationskunst – oder für Formel I, Super-Mario und dicke Titten? …

Jemand, der etwas verändern will, sollte sich von demokratischen Illusionen lösen. Etwa: Mit freiem Volk auf freiem Grunde stehen. Das Volk ist niemals frei, es will gar nicht frei sein. Freiheit ist nur etwas für solche, die damit umgehen können.

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Alle fühlen, daß es so, wie es ist, nicht gut ist, … aber keiner unterbreitet Vorschläge, die an die Wurzel des Übels gehen, die also untersuchen, ob diese Gesellschaft nicht vielleicht deshalb nicht funktioniert, weil der ihr zugrundeliegende Gedanke, das sie bestimmende System: die Demokratie, nicht funktioniert … Die Demokratie ist die Gesellschaftsordnung des Mittelmaßes, des Geschwätzes und der Unfähigkeit, aus dem Geschwätz fruchtbares Handeln werden zu lassen … Nichts bewegt sich mehr! Alle Räder sind festgefressen in gegenseitiger Hemmung, fordern die Unternehmer dies, blocken es die Gewerkschaften ab, sollen die Steuern herunter, laufen die Sozialverbände Sturm, die Arbeitslosenraten steigen, die Wirtschaft wandert ab, die Gesellschaft vergreist, die Jugend hat kaum noch Perspektiven … Junge Menschen stehen in den Startblöcken, so gut ausgebildet wie nie, und können nicht starten, weil sie keine Arbeit finden … Wie soll das enden? Nirgendwo Aufbruch, Hoffnung und damit: Zukunft … Statt dessen Lethargie, Menschen, die Schatten ihrer selbst sind, an nichts mehr glauben, die keine Vision mehr haben, keine Ursprünglichkeit, zerfressen von Skepsis und Zynismus … Sie sind krank von Demokratie! Die Menschen wollen nicht mehr tausend Angebote, sondern Einfachheit, was sie wollen ist Führung, Ordnung, Sicherheit, sie sind krank von Unsicherheit, von dem Vielleicht und Ich weiß es nicht, von der unablässigen Angst um den Arbeitsplatz, was aus ihren Kindern werden soll und aus diesem Land, sie sind zerstört von Demokratie!

Ist es so?

Ein Dichter richtet den Liberalismus

Dezember 1, 2009 dsnation Kommentieren

„Befreiung, das war die Losung für die skandinavische Literatur die ganzen achtziger Jahre. Ich befreite die Frauen, mit dem Erfolg, dass die Familienfrauen den Prostituierten gleich wurden und sich gegen ihren Befreier wandten, um ihn mit ihren zerbrochenen Ketten zu schlagen. Ich habe die Elenden und die Unterdrückten so befreit, dass die Gesellschaft von den schlimmsten Unterdrückern regiert wird, die zur Macht gekommen sind. Ich habe die Jugend von Gewissensqual und Verkehrtheit befreien wollen, und die Jugend, die in Laster und ‘Verbrechen gesunken ist, klagt mich an, ein Catilina zu sein, und Väter und Mütter haben mich auf den Index gesetzt! Also soll man das Befreien lassen…“

(August Strindberg: Inferno – Legenden, Georg Müller Verlag München 1920, S. 386)

Der faschistische Stil II

November 30, 2009 dsnation Kommentieren

Eine Frau aus der US-amerikanischen Oberklasse steigt in Los Angeles in einen Wagen mit osteuropäischem Chauffeur.
Er erzählt ihr, wie er auf der Autobahn einmal geschnitten wurde:

Er verfolgt das Auto vorsichtig, setzt sein Fahrzeug daneben, und bittet den Fahrer, anzuhalten.
Er läuft zum Auto, lächelt, klopft ans Fenster und sagt:
„Machen Sie doch mal das Fenster runter.“
Der Fahrer des anderen Wagens tut das.
Der Chauffeur gibt ihm die Hand – und bricht ihm den Finger – genau den Finger, den ihm dieser Typ gezeigt hatte.

Der osteuropäische Fahrer sagt zu der von ihm beförderten Dame:
„Man muss Verantwortung übernehmen.“

Er übernahm die Verantwortung dafür, dass man ihn beleidigt hatte.

Fazit: Er ist ein Mann, der die Logik von Gewalt und ihren Stellenwert in seinem Leben erkennt. Der weiß, dass er seine Ziele niemals ohne den Einsatz von Gewalt erreicht.

Ganz ruhig und freundlich.

Fast wie ein Arzt, der einem eine Spritze gibt:
„Es wird weh tun, aber es ist zu Deinem Besten.“

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Der faschistische Stil I

November 30, 2009 dsnation Kommentieren

Der faschistische Stil begründet sich auch darin, den gleichwertigen Gegner zu achten – und, wenn notwendig, zu vernichten – ihn aber jedenfalls gegenüber dem korrumpierten, egozentrisch angekränkelten Geist vermeintlich Gleichgesinnter zu erhöhen.

Die Bezeichnung „Faschist“ ist so niemals ein Makel, sondern mir eine Ehre.

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Mysterium

November 19, 2009 dsnation Kommentieren

nach August Strindberg

CORAM POPULO!
DE CREATIONE ET SENTENTIA VERA MUNDI

Mysterium

Personen:

DER EWIGE, unsichtbar.
GOTT, der böse Geist, der Usurpator, der Fürst dieser Welt.
LUCIFER, der Lichtbringer, entthront.
Erzengel.
Engel.
Adam und Eva.

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Erster Akt

DER HIMMEL
Gott und Lucifer, jeder auf seinem Thron. Sie sind von Engeln umgeben. Gott ist ein Greis, dessen Gesichtsausdruck streng, fast böse ist; er hat einen langen weissen Bart und kleine Hörner, wie der Moses Michelangelos.
Lucifer ist jung und schön, hat etwas von Prometheus, Apollo, Christus; die Farbe des Gesichts ist weiss, leuchtend, die Augen blitzen, die Zähne glänzen; hat einen Heiligenschein über dem Kopf.

GOTT:
Es sei Bewegung, denn die Ruhe hat uns verdorben! Ich will noch eine Offenbarung wagen, auf die Gefahr hin, mich zu zerteilen und in der rohen Menge zu verlieren.
Seht, dort unten zwischen Mars und Venus sind noch einige Myriameter frei in meinem Sonnensystem. Dort will ich eine neue Welt schaffen: aus Nichts soll sie geboren werden, und ins Nichts soll sie einst wieder zurückkehren. Die Geschöpfe, die dort leben werden, sollen sich für Götter halten wie wir, und unsere Freude soll sein, sie kämpfen und prahlen zu sehen. Die Welt der Torheit soll sie darum auch heissen. Was sagt mein Bruder Lucifer, der mit mir die Macht über die südliche Milchstrasse teilt?

LUCIFER:
Herr und Bruder, dein böser Wille heischt Leid und Verderben; ich liebe deinen Gedanken nicht.

GOTT:
Was sagen die Engel zu meinem Vorschlag?

DIE ENGEL:
Der Wille des Herrn geschehe!

GOTT:
Es werde, wie ich gesagt! Und wehe denen, welche die Tröpfe in der Welt der Torheit über ihren Ursprung und ihre Aufgabe aufklären.

LUCIFER:
Wehe denen, die böse gut und gut böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus bitter süss und aus süss bitter machen! Ich lade dich vor das Gericht des Ewigen!

GOTT:
Das warte ich ab! Denn begegnest du dem Ewigen öfter als alle zehn mal zehntausend Jahre, wenn er diese Gebiete besucht?

LUCIFER:
Ich werde den Menschen die Wahrheit sagen, auf dass deine Anschläge zu nichte werden.

GOTT:
Verflucht seist du, Lucifer! Und dein Platz sei in der Welt der Torheit, damit du ihre Qualen siehst; und die Toren sollen dich den Bösen nennen!

LUCIFER:
Du wirst siegen, weil du stark bist wie das Böse! Für die Menschen wirst du Gott sein, du, der Verleumder, der Satan!

GOTT:
Hinunter mit dem Empörer! Vorwärts, Michael, Raphael, Gabriel, Uriel! Stosst: Samael, Azarel, Mehazael! Blast: Oriens, Paymon, Egyn, Amaimon! (Lucifer wird von einem Wirbelwind erfasst und in die Abgründe gestürzt.)

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Zweiter Akt

AUF ERDEN
Adam und Eva unter dem Baum der Erkenntnis. Dann Lucifer in Gestalt einer Schlange.

EVA:
Diesen Baum habe ich noch nicht gesehen.

ADAM:
Diesen Baum dürfen wir nicht berühren.

EVA:
Wer hat das gesagt?

ADAM:
Gott.

LUCIFER
(erscheint.) Welcher Gott? Es gibt mehrere!

ADAM:
Wer spricht da?

LUCIFER:
Ich, Lucifer, der Lichtbringer, der euer Glück wünscht, der unter euren Leiden leidet. Seht den neuen Morgenstern, der die Rückkehr der Sonne verkündet! Das ist mein Stern, und darüber befindet sich ein Spiegel, der das Licht der Wahrheit zurückstrahlt. Wenn die Zeit erfüllt ist, wird der Stern aus einer Wüste Hirten an eine Krippe führen, in der mein Sohn geboren werden wird, der Erlöser der Welt.
Sobald ihr von diesem Baum esset, werdet ihr wissen, was gut und was böse ist. Ihr werdet wissen, dass das Leben ein Übel ist, dass ihr keine Götter seid, dass der Böse euch mit Blindheit geschlagen hat, dass euer Dasein sich nur abrollt, um die Götter zum Lachen zu bringen. Esset davon und ihr werdet die Befreiung von den Schmerzen, die Freude des Todes, besitzen!

EVA:
Ich möchte wissen und befreit werden! Iss auch, Adam! (Sie essen die verbotene Frucht.)

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Dritter Akt

DER HIMMEL
Gott und Uriel.

URIEL:
Wehe uns, unsere Freude ist aus.

GOTT:
Was ist geschehen?

URIEL:
Lucifer hat den Bewohnern der Erde unsere Handlungsweise enthüllt; sie wissen alles und sind glücklich.

GOTT:
Glücklich? Wehe uns!

URIEL:
Noch mehr, er hat ihnen das Geschenk der Befreiung gegeben: sie können also ins Nichts zurückkehren.

GOTT:
Sterben! . . . Gut! Dann sollen sie sich vermehren, ehe sie sterben. Es werde die Liebe!

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Vierter Akt

IN DER HÖLLE

LUCIFER:
(gebunden.) Seit die Liebe in die Welt gekommen ist, ist meine Macht tot. Abel wurde durch Kain befreit, aber erst, nachdem er sich mit seiner Schwester fortgepflanzt hatte. Ich will euch alle befreien! Wasser, Meere, Quellen, Flüsse, ihr wisst die Flamme des Lebens zu erlöschen, steigt! vernichtet!

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Fünfter Akt

DER HIMMEL
Gott und Uriel.

URIEL:
Wehe uns! Unsere Freude ist aus.

GOTT:
Was ist geschehen?

URIEL:
Lucifer hat auf das Wasser geblasen: es steigt und befreit die Sterblichen!

GOTT:
Ich weiss! Aber ich habe ein paar von den am wenigsten Aufgeklärten gerettet, das niemals das Wort des Rätsels erfahren wird. Die Arche der beiden ist schon auf dem Berg zwischen den drei Wassern gelandet, und sie haben Dankopfer gebracht.

URIEL:
Aber Lucifer hat ihnen eine Pflanze gegeben, die sie Weinrebe nennen und deren Säfte die Torheit heilt. Ein Trunk Wein, und sie werden sehend.

GOTT:
Die Vorwitzigen! Sie wissen nicht, dass ich ihre Pflanze mit seltsamen Tugenden begabt habe: Wahnsinn, Schlaf, Vergessen. sie werden nicht mehr wissen, was ihre Augen gesehen haben.

URIEL:
Wehe uns! Was machen sie dort unten, die törichten Bewohner der Erde?

GOTT:
Sie bauen einen Turm. Sie wollen den Himmel stürmen. Lucifer hat sie fragen gelehrt. Gut! Ich werde ihre Zungen berühren, dass sie Fragen fragen, ohne Antwort zu erhalten; und mein Bruder Lucifer verstumme!

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Sechster Akt

DER HIMMEL
Gott und Uriel.

URIEL:
Wehe uns, Lucifer hat seinen Sohn gesandt, der den Menschen die Wahrheit lehrt . . .

GOTT:
Was sagt er?

URIEL:
Geboren von einer Jungfrau, will dieser Sohn gekommen sein, um die Menschen zu befreien, und durch seinen eigenen Tod will er den Schrecken des Todes aufheben.

GOTT:
Was sagen die Menschen?

URIEL:
Die einen sagen, der Sohn sei Gott, die anderen, er sei der Teufel.

GOTT:
Was verstehen sie unter dem Teufel?

URIEL:
Lucifer!

GOTT:
(zornig.) Mich reut, den Menschen auf Erden geschaffen zu haben; er ist stärker geworden als ich, und ich weiss nicht mehr, wie ich diese Menge von Toren und Lumpen lenken soll. Amaimon, Egyn, Paymon, Oriens, nehmt mir diese Last ab; stürzt den Ball in die Abgründe. Fluch auf das Haupt der Rebellen! Pflanzt auf der Stirn des verwünschten Planeten den Galgen auf, das Zeichen des Verbrechens, der Züchtigung und des Leidens. (Egyn und Amaimon erscheinen.)

EGYN:
Herr! Euer grausamer Wille und das ausgesprochene Wort haben ihre Wirkung getan! Die Erde stürmt auf ihrer Bahn dahin; die Berge stürzen ein; die Wasser überschwemmen das Land; die Achse zielt nach Norden; Kälte und Finsternis, Pest und Hunger verheeren die Völker; die Liebe ist in tödlichen Hass verwandelt, die kindliche Ehrerbietung in Elternmord. Die Menschen glauben in der Hölle zu sein, und Ihr, Herr, Ihr seid entthront!

GOTT:
Zu Hilfe! Ich bereue meine Reue!

AMAIMON:
Zu spät! Alles geht seinen Gang, seit ihr die Kräfte entfesselt habt . . .

GOTT:
Ich bereue! Ich habe Funken meiner Seele in unreine Geschöpfe gelegt, deren Hurerei mich erniedrigt, wie die Gattin ihren Gatten besudelt, wenn sie ihren Körper besudelt.

EGYN (zu Amaimon):
Der Alte redet irre!

GOTT:
Meine Tatkraft erschöpft sich, wenn sie sich von mir entfernen; ihre Verderbnis ergreift mich; die Torheit meiner Nachkommenschaft steckt mich an. Was habe ich begangen, Ewiger? Habe Erbarmen mit mir! Weil er den Fluch geliebt hat, falle der Fluch auf ihn zurück; und weil er kein Wohlgefallen am Segen gehabt hat, weiche der Segen von ihm.

EGYN:
Welcher Wahnsinn!

GOTT:
(wirft sich nieder.) Herr, Ewiger, es gibt unter den Göttern keinen, der dir ähnlich ist! Deine Werke sind unvergleichlich. Denn du bist gross und du tust Wunder; und du allein bist Gott, du allein!

AMAIMON:
Wahnsinn!

EGYN:
Das ist der Lauf der Welt: wenn die Götter sich vergnügen, die Sterblichen sie drum betrügen! . . .

Fehler des Sozialismus in der DDR

November 11, 2009 dsnation Kommentieren
  1. Nichtbeachtung der im Volk gewachsenen Traditionen und Mentalitäten, Bindungen, Handlungs- und Verhaltensweisen
  2. Übertragungn der politischen und gesellschaftlichen Praxis der Sowjetunion auf Deutschland, obwohl hier ganz andere Bedingungen herrschten
  3. Verunglimpfung von Konservatismus und Bürgertum
  4. Einrichtung der sozialistischen Gesellschaftsordnung mit Zwang stat mit Diplomatie und geschickter Propaganda
  5. Fehlen jeglichen volksdemokratischen Elements auf Entscheidungsebene (Volksbegehren, Volksinitiative etc.)
  6. übergroße Zentralisierung, damit einhergehende Mißachtung der Eigeninitiative
  7. Unterordnung aller politischen und gesellschaftlichen Fragen unter die Parteidoktrin („Die Partei hat immer recht!“)
  8. Mangelnde Kritikfähigkeit der Partei- und Staatsührung
  9. Verweigerung, den Sozialismus realen Gegebenheiten anzupassen, Verweigerung von Reformen
  10. Unehrlichkeit gegenüber dem Volk hinsichtlich des erreichbaren Konsumstandards – damit Verschenken der Chance, das Volk aufgrund eines Zusammengehörigkeitsgefühls zu regieren, das seine „Einmauerung“ überflüssig gemacht hätte
  11. Fehler in der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Zusammenarbeit mit den anderen sozialistischen, aber auch kapitalistischen Staaten
  12. „Sich-in-die-Tasche-Lügen“ bei Fragen der Planerfüllung – wichtigster Grund des Zusammenbruchs und Untergangs der DDR
  13. zu große und unnötige Angst vor dem Westen einerseits und der UdSSR andererseits
  14. „Das Auge siegt mit!“ – zu wenig Beachtung der Konzeption eines „Sozialismus mit attraktivem Antlitz!“
  15. Unfähigkeit, das Volk gefühlsmäßig in den Staat einzubinden

    Wurzeln, festgefügt

    November 11, 2009 dsnation Kommentieren

    Die Wurzel Deines Volkes
    Lebt tief und fest in Dir
    Und jenes Wissen stetig
    Bringt Dich vom Ich zum Wir

    Mit Geist, mit ganzer Seele
    Gebunden an das Land
    Das Tausende von Jahren
    Vor Dir hatte Bestand

    Es ist das große Wunder
    Ein altes, weises Lied
    Seit Du begannst zu schauen
    Durch Deine Seele zieht

    So Sehnsucht weckt und Wehmut
    Ach, wär’ es schon getan
    Das Mensch ist, gleich dem Menschen
    Der Schöpfung untertan

    Die Melodien der Ahnen
    Sind auch in Dir präsent
    Sie singen von tief innen
    Vom Ort, den niemand kennt

    Sie kleiden Deine Seele
    In teueres Gewand
    Und sorgen für das Wissen
    Das hier, das ist Dein Land

    Hier doch bist Du geboren
    Hier wuchsest Du auch auf
    Und hast Dir hier geschworen
    Du gibst es niemals auf

    Die Eltern leben hier, auch
    davor die Ahnen all’
    Die Freunde für das Leben
    find’st Du nicht überall

    Nur hier in deutschen Landen,
    Nur hier in freier Luft
    Der Klang der deutschen Zunge
    Dir „Heimat“ stets zuruft

    Die Wiesen, Feld’ und Wälder
    Die Dörfer, Städtekunst
    Sind um so vieles älter
    Als Du auf Erden wohnst

    Doch komm und schaff auch Neues
    Geschichte schreibst auch Du
    Die Hände soll’n sich regen
    Im Tode hast Du Ruh

    Den Kopf emporgehoben
    Den Blick sicher und fest
    Gerichtet in die Zukunft
    Nicht von Vergang’nem lässt

    Die Faust reckt sich zum Himmel
    Der Mensch steht stolz und stark
    Im Angesicht der Weite
    Gefestigt bis in’s Mark

    Nun sieh’ mit off’nem Blicke
    Den Deinen ins Gesicht
    Wer hat nichts zu verbergen
    Der senkt den seinen nicht

    Nun ist die Zeit gekommen
    Die Weizen trennt von Spreu
    Die Wurzel, sie lebt weiter
    Aus Alt wird wieder Neu

    Kategorien:Gesellschaft, Kultur, Politik Schlagworte: , ,

    Gebote aus einer anderen Zeit

    November 9, 2009 dsnation Kommentieren

    Walter Ulbricht verkündete auf dem V. Parteitag der SED 1958 diese Gebote der sozialistischen Moral und Ethik:

    1. Du sollst Dich stets für die internationale Solidarität der Arbeiterklasse und aller Werktätigen sowie für die unverbrüchliche Verbundenheit aller sozialistischen Länder einsetzen.

    2. Du sollst Dein Vaterland lieben und stets bereit sein, Deine ganze Kraft und Fähigkeit für die Verteidigung der Arbeiter-und-Bauern-Macht einzusetzen.

    3. Du sollst helfen, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen.

    4. Du sollst gute Taten für den Sozialismus vollbringen, denn der Sozialismus führt zu einem besseren Leben für alle Werktätigen.

    5. Du sollst beim Aufbau des Sozialismus im Geiste der gegenseitigen Hilfe und der kameradschaftlichen Zusammenarbeit handeln, das Kollektiv achten und seine Kritik beherzigen.

    6. Du sollst das Volkseigentum schützen und mehren.

    7. Du sollst stets nach Verbesserung Deiner Leistungen streben, sparsam sein und die sozialistische Arbeitsdisziplin festigen.

    8. Du sollst Deine Kinder im Geiste des Friedens und des Sozialismus zu allseitig gebildeten, charakterfesten und körperlich gestählten Menschen erziehen.

    9. Du sollst sauber und anständig leben und Deine Familie achten.

    10. Du sollst Solidarität mit den um ihre nationale Befreiung kämpfenden und den ihre nationale Unabhängigkeit verteidigenden Völkern üben.

    Beruhigend ;o)

    November 9, 2009 dsnation Kommentieren

    Ja, wer das Geld hat, hat die Macht
    Denkt sich das fette Bonzenschwein
    Doch wenn es unterm Auto kracht
    Dann hilft es gar nichts, reich zu sein

    Beste Grüße! ;o)