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Archiv für die Kategorie ‘Lyrik’

Ultima Thule: Fatherland

März 28, 2007 dsnation Kommentieren

Took my first steps, and father held my hand,
Took my first steps, on my way to be a man.
Throughout this soil, with my first pair of shoes,
Throughout this soil, that I never want to loose.

My life is here, and here I wish to die,
It’s the place, my fatherland.
My life is here, and here I wish to die,
It’s the place, my fatherland.

Saw the face of an old dying man,
Learned to listen, to love my fatherland.
Life’s a rumble, in sunshine, or in rain,
Whatever frozen, spring gives life again.

My life is here, and here I wish to die,
It’s the place, my fatherland.
My life is here, and here I wish to die,
It’s the place, my fatherland.

Flight of eagles, my freedom is to see,
Things I love, I want to render scenes.
Lakes that glitter, shores of peaceful sea,
It’s the legacy by fathers brought to me.

My life is here…

Kategorien:Lyrik, Ultima Thule

Der deutsche Spielmann

März 21, 2007 dsnation Kommentieren

Römerlegionen, Völkerwogen!
Braune Männer kommen gezogen
Nordlandwärts.
Die Adler dräun, es klirrt das Erz,
Es klirrt und droht und rostet bald -
Dumpf rauscht der Teutoburgerwald.

Völkergewoge, Völkergemetzel!
Die Gottesgeißel, der wilde Etzel,
Gefolgt von zottigen Rossen:
Ein Strom, der über die Ufer geschossen!
Es rast und wütet und prallt zurück -
Ein Weib erdrosselt des Hunnen Glück.

Ein Nachen schwimmt durchs Ärmelmeer.
Ihm folgt kein kühnes Völkerheer.
Er trägt kein Wimpel reich und stolz,
Er trägt am Mast ein Marterholz
In Kreuzgestalt.
Doch sinnend hält
Ein Mönch darum die Hand geballt.
Er kommt aus einer fernen Welt.
Er will kein Land bekriegen
Und doch ein Reich ersiegen.

Donars Eiche, sie wankt und fällt;
Es stürzt die alte Götterwelt.
Germanentrotz und Christengeist.
Ein Kaiser, der sie zusammenschweißt.
Stark ist sein Wille und ehern sein Mut;
Doch seine Hände rauchen von Blut.
Den Dulderglauben predigt der Stahl.
Rot färbt sich der Boden im Wesertal.

Zepterträger, Kronenerben
Kommen und scheiden; doch Götter sterben
Nicht von heut auf morgen.
Soll ein neuer Glaube erstehn,
Muß er durch Jahrhunderte gehn
Und alle Bräuche borgen.
Neu wird das Kleid und neu das Wort,
Des Volkes Wesen dauert fort;
Trotz aller wahren Christlichkeit:
Germanen blieben wir bis heut.

Der deutsche Spielmann

Das Gedicht stammt aus der Reihe „Der deutsche Spielmann. Eine Auswahl aus dem Schatze deutscher Dichtung für Jugend und Volk. Herausgegeben von Dr. Ernst Weber“. Der vorliegende Band trägt den Titel „Germanentum. Wie unsere Väter Christen geworden sind von den Römerkriegen bis zur Herrschaft der deutschen Stämme“ und wurde 1925 in München herausgegeben von Georg D. W. Callwey im „Verlag des deutschen Spielmanns“.

Im Klappentext heißt es zur Absicht der Reihe:
„Der deutsche Spielmann herausgegeben von Ernst Weber, eine großangelegte Auswahl aus dem Schatze deutscher Dichtung für Jugend und Volk, schöpft aus dem Besten deutscher Erzählungs- und Verskunst unter Beschränkung auf das Volks- und Jugendtümliche. Die Sammlung gliedert sich in 40 Einzelbände, von denen jeder ein in sich geschlossenes Ganzes bildet und von einem Künstler illustriert ist, dessen Eigenart dem Charakter des jeweiligen Stoffgebietes ungezwungenen Ausdruck verleiht. Die Sammlung einet sich wie kaum ein zweites Werk zur Anschaffung für öffentliche Bibliotheken, als Mittel zur Belebung des Schulunterrichts und für die Familienbücherei. Der deutsche Spielmann hofft, zum eisernen Bestand jeder Volks- und Jugendbücherei zu werden. Er huldigt ja nicht einer vorübergehenden Mode des Tages. Er schöpft aus dem aufgespeicherten Schatz der Jahrhunderte und wird darum auch seine Geltung für das Jahrhundert behalten.“

Kategorien:Germanen, Literatur, Lyrik