freie deutsche Jugend
FDJ, das heißt „Freie Deutsche Jugend“. Als Organisation besteht sie noch. Nur: eine wirkliche freie deutsche Jugend gibt es nicht (mehr). Kann sie entstehen?
Frei sein kann man nur, wenn man sich befreit. In diesem Falle heißt das:
·Befreiung vom kapitalistischen Gesellschaftssystem
·Befreiung vom verhängnisvollen Einfluss der damit einhergehenden Konsumkultur
·damit insbesondere Befreiung vom Einfluss der USA
·Unterstützung des Befreiungskampfes aller sozialistischen Bewegungen weltweit
Deutsch sein kann man nur, wenn man Grundlagen besitzt. Diese zu festigen heißt:
·positiver Bezug zur deutschen Sprache, ihrer Pflege und Entwicklung
·Pflege des nationalen Erbes in Kunst, Wissenschaft, Kultur allgemein
·Anpassung des Kampfes um Sozialismus an die spezifischen Bedingungen in unserem Land nach Zusammenbruch der DDR und der Kolonialisierung ihres Gebietes
·Bestreben, eine „sozialistische deutsche Nation“ zu schaffen, die als selbstbewusste Kraft eine Rolle im weltweiten sozialistischen Kampf spielen kann
Jugend ist die Kraft, die die Welt von morgen besiedeln wird und neu bauen kann. Wer die Jugend gewinnt, gewinnt die Zukunft. Ihr muss in besonderem Maße die Verantwortung für künftige Entwicklungen klar verdeutlicht werden. Die heutige Jugend ist in ihrer Mehrzahl vom kapitalistischen System vereinnahmt und lebt sinnentfremdet und konsumorientiert oder aber bereits in Armut dahin. Ihr ein neues einendes Ziel zu geben heißt eine der wichtigsten Grundlagen zur Veränderung zu schaffen.
Die Jugend muss dort abgeholt werden, wo sie steht: in den Schulen, Universitäten, Betrieben, auf dem Arbeitsamt und in den „Eigenbetrieben“. Aber auch in den linken und rechten Strukturen, die nur dafür sorgen, die Zersplitterung voranzutreiben. Selbstverständlich kann in dieser Organisation kein Platz für Rassismus sein. Aber rechte Irrläufer dürfen nicht von vornherein durch antinationale Argumente abgeschreckt werden. Im DDR-Jugendweihebuch „Vom Sinn unseres Lebens“ wird ein Bild von Staat, Nation und Internationalismus vertreten, das heute durchaus einende Kraft haben könnte. Vermeintlich linke Extremisten wie die so genannten „Antideutschen“ mit ihrer Vorliebe für imperialistische Staaten wie die USA sollten auf den Boden und zu sich selbst zurückgeholt werden.
Wir befinden uns also in einer Situation, die mehrere Dinge nötig macht:
·den antikapitalistischen Befreiungskampf auf deutschem Boden
·den weltweiten Klassenkampf
·die Rekulturalisierung des deutschen Volkes
·den Entwurf eines von Fehlern der Vergangenheit gereinigten Sozialismus
Es gibt genug zu tun. Einige Anregungen sind hier gegeben. Es kommt darauf an, was wir wollen.